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Optimierungspotentiale durch Integration von Produktion und Logistik

von 12 Feb, 2021

Bei zunehmender Variantenvielfalt, Produktindividualisierung bis zu Losgröße 1 und Just-in-Time-Fertigung lassen sich durch die direkte Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) und eines Warehouse Management Systems (WMS) zusätzliche Optimierungspotentiale ausschöpfen. Die Integration der beiden Systeme ermöglicht Just-In-Time Materiallieferungen, den Bestand zu optimieren, die Durchlaufzeit zu verringern und eine durchgängige Traceability bereitzustellen.

In diesem Blogbeitrag beantworten wir folgende Fragen:
  • Welchen Nutzen bringt die Integration von Produktion und Logistik?
  • Wie funktioniert das Zusammenspiel eines integrierten MES und WMS?
  • Wie reduziere ich Lager- und Umlaufbestände durch Just-in-Time Materiallieferungen?
  • Welche Vorteile ergeben sich für die Traceability?

Wie funktioniert das Zusammenspiel eines integrierten MES und WMS?

Klassisch sind MES-Systeme für das operative Produktionsmanagement und WMS-Systeme für die Logistik getrennt. Oft erfolgt die Koordination über ein ERP-System. Diese Herangehensweise benötigt komplexe Schnittstellen über alle Systeme und führt doch nur zu einem trägen Regelkreis. Oft sind deshalb Materialien in der Produktion nicht am richtigen Ort und /oder die Umlaufbestände sind größer als notwendig. Es werden Optimierungspotentiale verschenkt.

Ein integriertes MES- und WMS-System dagegen steuert die Prozesse in Produktion und Logistik durchgängig, vom Wareneingang über die Fertigung und Montage bis zum Versand. Das MES und WMS tauschen Informationen selbstständig aus, ohne die Schleife über ein ERP-System zu gehen. Dies führt zu einem schellen, effektivem Regelkreis. Sie regeln selbstständig die Aufgaben für Fertigung und Montage in der Produktion und den Materialfluss.

Integration von Produktions- und Logistikprozess

Um Produktionsaufträge auszuführen, muss das benötigte Material am jeweiligen Arbeitsplatz verfügbar sein. Dies können Komponenten oder Zwischenprodukte sein. Bei Komponenten handelt es sich nicht nur um Materialien, die bei der Herstellung des Produkts benötigt werden, sondern z. B. auch um Verpackungsmaterialien oder Träger für das Produkt.

Bei der Planung und Freigabe eines Produktionsauftrags werden die benötigten Materialien berücksichtigt. Der benötigte Bestand zugewiesen und notwendige Kommissionieraufträge generiert. Nach dem Kommissionieren werden die Transportaufträge zu den einzelnen Arbeitsplätzen generiert und ausgeführt (WIP-IN).

Die angelieferten Artikel werden am Arbeitsplatz für den Produktionsauftrag verwendet. Ist der Produktionsauftrag abgeschlossen, wird ein Transportauftrag erzeugt, um die Ware zum nächsten Arbeitsplatz zu bringen oder im Lager einzulagern (WIP OUT).

Integration von Produktions- und Logistikprozess

Welche Kommissionier- und Transportaufträge generiert werden kann regelbasiert definiert werden. Die Aufträge können sowohl manuell als auch über automatische Transportsysteme ausgeführt werden.

Wie reduziere ich Lager- und Umlaufbestände bei Just-in-Time Materiallieferungen?

Die logistischen Aufgaben können über eine Produktionslogistik-Planung automatisiert werden. So lassen sich Just-In-Time Materialanlieferungen realisieren. Dadurch können die Umlaufbestände gesenkt werden, bei gleichzeitiger Sicherstellung, dass das richtige Material zur richten Zeit am Arbeitsplatz verfügbar ist.

Bei langlaufenden Arbeitsgängen kann, anstatt die gesamten Materialmenge zu Beginn bereitzustellen, eine periodische Bereitstellung von Teilmengen erfolgen.

Just-in-Time Materiallieferungen
Welche Vorteile ergeben sich für die Traceability?

Durch die Integration des Produktions- und Logistikmanagements erfolgt eine durchgängige Warenverfolgbarkeit entlang des gesamten Materialflusses, über alle Komponenten und Zwischenprodukte hinweg. Sie erhalten über alle Produktionsstufen hinweg eine durchgängige Traceability ohne Informationslücken oder Informationsverlusten.

Fazit

Das chronische Überangebot an Materialien ist teilweise auf die Trennung von MES- und WMS-Systemen zurückzuführen. Ein integriertes System kann erkennen, wie lange es dauert, die Materialien zu jedem Standort zu transportieren. Nachschublieferungen können in kleineren Teilen geplant werden.

Abgestimmte und optimierte Abläufe ermöglichen Just-In-Time Materiallieferungen. So kann der Produktionsprozess agiler, die Durchlaufzeit verringert und die Bestände reduziert werden.

Ein integriertes MES-/WMS-System ermöglicht es zusätzliche Optimierungspotentiale in der Produktion und Logistik auszuschöpfen:

Ihr Nutzen

  • Agilerer Produktionsprozess
  • Just-In-Time Materiallieferungen
  • Reduzierung von Umlauf- und Lagerbeständen
  • Einsparung von Lagerflächen
  • Verringern der Durchlaufzeiten
  • Durchgängige Traceability, ohne Informationslücken oder -verluste
  • Komplexität der Systemschnittstellen verringern

Gerne analysieren wir Ihre Anforderungen und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung.


Bildnachweis: shutterstock.com – 1400928827 CHIARI VFX

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